Теоретическая грамматика немецкого языка
Шрифт:
3) Den dritten Themenkreis bilden die Fragen, die mit der kommunikativen Gliederung des Satzes und mit deren Ausgestaltungsmitteln Zusammenh"angen. Die Arbeit an diesen Problemen wurde durch die Untersuchungen von K.G. Kruschelnitzkaja eingeleitet [12].
Es wurde der Anteil der Stimmf"uhrung am Ausdruck des kommunikativen Gehalts des Satzes untersucht sowie der kommunikative Ausdruckswert einiger grammatischen Kategorien, besonders der genera verbi und des Artikels.
Die neuste Zeit wird durch die Erweitung der Themenkreise gekennzeichnet:
1) die Vertiefung des Interesses f"ur die Erschliessung der inhaltlichen Seite der Sprache mit Hilfe der neuen exakten Forschungsmethoden (Komponentenanalyse, Transformationsanalyse, interpretierende, strukturelle)
2) das Interesse f"ur die Probleme der Modellierung einfacher und komplexer S"atze (A.W. Wdowitschenko [2], W.G. Admoni[17, 18], W.F. Jegorow [6], E.W. Gulyga [4, 5];
3) die Erforschung der Valenz und der Mehrdeutigkeit von Verben (Abramow, Rachimkulowa);
4) die Erforschung der Wechselwirkung des Lexikalischen und des Grammatischen im Sprachbau (E. Schendels [46]);
5) Untersuchungen im Bereich der stilistischen Grammatik (Charakteristik einzelner Funktionalstile, der individuellen Stile der Schriftsteller);
6) Probleme grammatischer und lexikalisch-grammatischer Felder.
Als selbst"andige Zweige der Grammatikforschung entwickeln sich immer intensiver die stilistische Grammatik, die konfrontierende Grammatik, die typologische Grammatik der germanischen Sprachen.
1.5 Gliederung der Grammatik in der modernen Sprachwissenschaft. Grammatische Formen. Grammatische Mittel
Grundlage f"ur die Gliederung in der Grammatik ist die Gegen"uberstellung von Wort und Satz als zwei Grundeinheiten der Sprache und deren Behandlung unter dem Gesichtspunkt von Form, Inhalt und Funktionieren in ihrer Verbindung. Statt „Form“ – „Gestalt“ werden Begriffe „Inhalt“ – „Bedeutung“ oder „Gehalt“ angeboten.
Das Wort bildet Gegenstand der Morphologie und Gegenstand der Syntax bilden Satz und Wortgruppe. In den Bereich der Morphologie geh"oren:
1) die Lehre von den Wortarten, ihrer Gliederung und ihren grammatischen Eigenschaften;
2) die Paradigmatik der Wortarten (die Lehre vom Formensystem flektierender Wortarten);
3) die Lehre von den grammatischen Kategorien flektierender Wortarten.
Die Syntax umfasst folgende Problemkreise:
1) die Lehre von dem Wesen des Satzes;
2) die Paradigmatik des Satzes, die interne Struktur des Satzes und die Modellierung der S"atze;
3) die Lehre von den grammatischen Kategorien der Satzebene
4) die Wortgruppenlehre.
Grammatische Formen sind "aussere Seiten der grammatischen Kategorien. Die Ver"anderung eines Redeteils, welche mit der Hilfe von verschiedenen grammatischen Kategorien erfolgt, heisst grammatische Form. Diese Ver"anderung geschieht im Rahmen eines Wortes oder einer Wortform. Man unterscheidet analytische und synthetische grammatische Formen. Synthetische Formen sind einfache Formen, analytische – zusammengesetzte. Synthetische Formen werden mit der Hilfe der Ver"anderung des lautlichen Bestands des Wortes gebildet (lesen – liest – lest).
Analytische Formen bildet man mit der Hilfe der Funktionsw"orter. Analytische Formen bestehen aus zwei Komponenten: aus einem Funktionswort und einem Autosemantiker. Die Funktionsw"orter haben nur grammatische Bedeutung und sie dienen zur Bildung verschiedener grammatischen Kategorien (Artikel und Hilfsverben – Sinnsemantiker).
Eine Zwischenstufe zwischen analytischen und synthetischen grammatischen Formen nimmt der Superlativ ein. Die Form „am + sch"onsten“ wird beim Superlativ als Ganzes aufgenommen, als keine Verbindung des Artikels mit Pr"aposition.
Suppletive Formen – „sein“, „ich“ (mir, mich) und Komparationsstufen der Adjektive (gut, schlecht).
Grammatische Mittel erscheinen bei der Ver"anderung des lautlichen Bestandes des Wortes. Mit ihrer Hilfe werden grammatische Formen gebildet. Die synthetischen grammatischen Mittel werden in innere und "aussere eingeteilt.
"Aussere grammatischen Mittel – Endungen und Suffixe. Innere Flexionen Umlaut, Ablaut, die Brechung, der Konsonantenwechsel (gehen – ging).
Der Umlaut – eine phonetische Erscheinung und mit seiner Hilfe werden gebildet:
1) Plural der Substantive;
2) Steigerungsstufe der Adjektive und Adverbien;
3) die 2. und 3. Person Singular Pr"asens einiger starken Verben;
4) Pr"ateritum Konjunktiv der starken Verben.
Der Ablaut besteht in der Ver"anderung des Vokalbestandes des Verbs, kommt nur bei den starken Verben vor (Grundformen).
Die Brechung – die Tonerh"ohung -ist den starken Verben mit Stammvokal „e“ eigen. 2. und 3. Person Singular werden gebildet (auch im Imperativ).
Konsonantenwechsel – bei starken und unregelm"assigen Verben (gehen – ging -gegangen). Zu den analytischen grammatischen Mitteln geh"oren:
1) Hilfsverben „haben“, „sein“, „werden“;
2) Artikel.
Mit Hilfe der Hilfsverben werden gebildet:
1) Perfekt;
2) Plusquamperfekt;
3) Futurum I und Futurum II des Indikativs;
4) die Formen des Passivs;
5) Konditionalis.
Der Artikel dient zum Ausdruck der grammatischen Formen des Substantivs in folgenden grammatischen Kategorien:
1) Kategorie des Geschlechtes;
2) Kategorie der Zahl;
3) Kategorie des Kasus;
4) Kategorie der Bestimmtheit und der Unbestimmtheit.
Teil 2. Morphologie
2.1 Die Wortarten
2.1.1 Begriff und Kriterien der Ausgliederung
Die Kategorie der Wortart ist ein grundlegender Begriff f"ur die gesamte Grammatik. Sie ordnet den Wortschatz in Wortklassen und erm"oglicht somit die Beschreibung seines Funktionierens beim Sprechen. Die Zugeh"origkeit des Wortes zu einer bestimmten Wortart wird durch den Charakter seines Funktionierens in der Sprache bestimmt. Das Funktionieren des Wortes in der Sprache h"angt von folgenden aufeinander abgestimmten Kriterien ab: