Sprung ins Leere
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– Seltsam, nicht wahr?
– Obwohl diese Frage eigentlich die allererste sein sollte, meinen Sie nicht auch?
Ich wollte schon anfangen zu streiten, ein wenig beleidigt durch die ironische Formulierung "uber die Krone der Natur. Aber ich habe es mir anders "uberlegt, denn das wird mich wieder in eine endlose Sackgasse treiben, aus der ich nicht herauskomme.
Ich hatte keine andere Wahl, als etwas zu murmeln und mich abzuwenden. Der Biber hatte Recht. Wie kann man sich irgendwo hinbewegen, ohne zu wissen, wer man ist, warum, was man kann.
– Sieh dich um. Ist es nicht seltsam, "uber unsere Gr"osse zu reden, wenn man die Gr"osse der Welt um uns herum sieht?
– Wenn wir zum Beispiel einen Floh nehmen, dann ist er im Vergleich zu einem Biber nur die Krone der Sch"opfung.
– Wenn wir auf die gleiche Weise den Biber mit unserer Galaxie vergleichen, dann ist er nicht einmal Staub, nicht einmal das kleinste Teilchen, sondern einfach nichts.
Trotz des sch"onen Morgens sank meine Laune merklich.
– Ist es so schlimm? fragte ich.
– Ich muss dich betr"uben, was ich weiss und dir erz"ahle, wird unangenehm zu h"oren sein. Denn von Geburt an in einer sch"onen Illusion zu sein, hinterl"asst einen Abdruck.
– Wenn sie zusammenbricht und der Schleier ge"offnet wird, kommt die Entt"auschung, wenn sich herausstellt, dass nicht alles so ist, wie du es dir vorgestellt hast. Aber Sie wollten es wissen, und das ist an sich schon eine starke Sache.
– Wie du schon erraten hast, ist das Wichtigste, worum sich hier alles dreht, und wozu die ganze Maskerade dient, dein eigener Stern.
– Ich spreche jetzt nur von dir. In dieser Welt gibt es immer ein System aus zwei Teilen. Du brauchst jetzt nichts anderes zu wissen.
– Also, wir haben ein System: Stern – Du.
– Der Stern ist prim"ar.
– Es stellt sich sofort die Frage, wie eine solche Unbedeutsamkeit in ein so grandioses System eingebaut werden kann.
– Um zu verstehen wie, muss man wissen, was man ist. Das Wort "Was" habe ich nicht zuf"allig erw"ahnt.
– Was wissen Sie "uber sich selbst ??
– Nun, nat"urlich habe ich eine wunderbare Familie, eine interessante Arbeit, einen Haufen aller m"oglichen Hobbys und im Allgemeinen ist mein Leben in vollem Gange!
– Toll, der Stern l"asst dich leben, sagte der Biber.
– Was gibst du ihm als Gegenleistung?
– Nun, was meinst du, was so eine Nichtigkeit ihr geben kann? Ich antwortete mit Unmut.
– Okay, gehen wir von der anderen Seite aus. Von der anderen Seite deines Lebens.
– Von welcher anderen Seite? Ich habe ein Leben, und auch eine Seite.
– Von der Seite deines Lebens, von der du nichts weisst.
– In welchem Sinne?
– Im direktesten Sinne. Was du als dein Leben aufgez"ahlt hast, ist nur ein milliardstel Teil davon. Um Sie nicht zu verwirren: Was wissen Sie "uber die Vorg"ange in Ihrem K"orper, die Sie nicht kontrollieren k"onnen?
– Also, ich habe angefangen. Einmal atmen, zwei Mal Herzschlag, drei Mal Augenblinzeln, Gehirnimpulse, alle ihre chemischen Reaktionen, wahrscheinlich einige … Milliarden, murmelte ich.
– Und … ja … verschlimmert all das … die Unf"ahigkeit, die Aufmerksamkeit l"anger als ein paar Sekunden auf etwas zu richten.
– Das stimmt, unkontrollierte Prozesse werden in … Milliarden gemessen und Sie haben nicht einmal die geringste Ahnung davon.
– Sie wissen nichts "uber die zweite, und die wichtigste H"alfte von Ihnen selbst nichts. Wie sie lebt – ein Geheimnis, das in Dunkelheit geh"ullt ist. Bis zu diesem Augenblick wusstest du nicht einmal von ihrer Existenz.
"Du stehst jetzt hier vor mir. Hast du dich jemals gefragt, was in dir die Entscheidungen trifft, was du tun sollst und was nicht, wohin du gehen sollst oder nicht ???
– Du wirst mir antworten, – es ist so einfach wie Birnen sch"alen, ein Gedanke, ein Wunsch kommt zu mir und ich tue es.
– Hast du dich schon einmal bei deinen Beinen bedankt, dass sie dich z.B. an einen sch"onen Ort gebracht haben? – Aber vergebens, ich w"are dankbar, wenn ich Sie w"are.
– Weil sie es vielleicht nicht tun. Und hier kannst du, wenn du aufmerksam genug bist, feststellen, dass du nicht der Herr deines K"orpers bist … er handelt wie von selbst.
"Und daf"ur hat er einen Grund. Wie du weisst, ist das Grundgesetz des Seins, dass es kein einziges Sandkorn unter deinen F"ussen gibt, das einfach so daliegen w"urde. Alles im Leben ist f"ur etwas geschaffen.
– Es ist ein komplexes, zusammenh"angendes System, in dem jeder sein R"adchen ist. Sobald die Schraube "uberfl"ussig wird, verschwindet sie augenblicklich.
– Wenn du immer noch glaubst, dass du zuf"allig in dieser Welt aufgetaucht bist, dann ist das nicht so. Alles hat einen Grund.
– Jeder ist auf der Suche nach einem Sch"opfer.
– Meister, ein "ubernat"urliches Wesen, das eine so unglaubliche und komplexe Fantasiewelt, ein endloses Universum, geschaffen hat.
– Anstatt nach einem Grund zu suchen, zum Beispiel. Sie sind eine Folge von etwas, und zwar nicht zuf"allig, sondern um Ihre t"agliche, routinem"assige Funktion, Ihre Arbeit zu erf"ullen.
– Du bist ein Glied in einem riesigen System, das alle Eigenschaften besitzt, die f"ur die Arbeit notwendig sind.
– Warte! Ich habe geweint.
– Du hast gesagt, dass uns jemand oder etwas erschaffen hat.
– Erschaffen wir uns nicht selbst ??