ЖАНРЫ

Ох уж этот Мюллер... Пять немецких детективов для начального чтения

Felix Und Theo

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M"uller steht auf und setzt sich zu ihr an den Tisch.

«Guten Tag, das war ja ein schnelles Wiedersehen!» l"achelt er.

Das M"adchen ist erschrocken und "uberlegt kurz wegzusehen. Resigniert legt sie das Journal weg und betrachtet M"uller.

«So ein Zufall, Herr "ah, wie war doch Ihr Name?»

«M"uller. Helmut M"uller aus Berlin. Kommen Sie "ofter hier in die Bibliothek?»

Als das M"adchen antworten will, geht die T"ur auf, und Claudia kommt herein. Sie sucht im Raum nach M"uller, und als sie ihn sieht, runzelt sie kurz die Stirn und geht in die Leseecke.

«Hallo, Claudia. Heute ist in Ihrer Bibliothek grosses Treffen. Das ist Fr"aulein, "ah, wie war eigentlich Ihr Name?»

«Ich habe meinen Namen noch nicht genannt, Herr M"uller. Ich heisse Ilona.»

«Und ich Claudia», sagt die Bibliothekarin und streckt Ilona ihre Hand hin.

«Darf ich die beiden Damen zum Kaffee einladen?» l"achelt M"uller.

«Vielleicht haben wir beide, "ah, Ilona und ich, die gleichen Probleme...»

Kurze Zeit sp"ater sitzen die drei in einem Coffee-Shop und M"uller er"offnet das Gespr"ach.

«Tja, Fr"aulein Ilona, ich bin immer noch auf der Suche nach Joachim. Gestern hatte mir Claudia best"atigt, dass Joachim "ofter in der Bibliothek war. Unerkl"arlich ist nur, warum er sich unter falschem Namen in die Besucherliste eingetragen hat. K"onnen Sie das erkl"aren?»

«Ist das ein Verh"or, oder was?» Die Studentin ist immer noch sehr skeptisch.

«Nat"urlich nicht, Ilona, aber wie ich schon sagte, vielleicht haben wir beide das gleiche Problem, und das heisst Joachim...»

«Was wollen Sie eigentlich von Joachim?»

«Pers"onlich gar nichts. Wie ich Ihnen gestern schon erkl"art habe, ist seine Tante eine alte Freundin von mir, und die macht sich Sorgen um Joachim. Er hat sich ja schon seit "uber einem Jahr bei ihr nicht mehr gemeldet. Und Frau Sch"onfeld dachte, dass Joachim l"angst nach Berlin zur"uckgekehrt sei...»

«An welcher Akademie studiert eigentlich Joachim?» fragt Claudia.

Ilona blickt von Claudia zu M"uller und von M"uller zu Claudia, seufzt tief und beginnt zu erz"ahlen.

«Joachim ist verschwunden. Er ist seit zwei Wochen nicht mehr nach Hause gekommen. Schon seit l"angerer Zeit f"uhlte er sich verfolgt und hatte vor irgend etwas Angst. Ich konnte aber mit ihm nicht dar"uber sprechen. Er wurde sofort w"utend. Vielleicht erkl"art das, warum er den falschen Namen benutzt hat...»

In M"ullers Kopf rattert es wie in einem Computer, und er kommt zu der "Uberzeugung, dass Joachim erpresst worden ist...

Weiss Ilona etwas von dem Erbe?

«Warum sind Sie denn nicht nach Berlin zur"uckgefahren, Fr"aulein Ilona?» fragt M"uller misstrauisch.

«Wir hatten kein Geld mehr f"ur die Tickets.»

«Aber Sophie, ich meine Frau Sch"onfeld, h"atte doch sicher das Geld zur Verf"ugung gestellt...»

«Die, niemals. Die sitzt doch auf ihrem Geld, der alte Geizkragen!»

M"uller l"asst sich sein Erstaunen nicht anmerken.

«Und die Polizei? Wenn es sich um eine ernsthafte Bedrohung handelt, geht man doch einfach zur Polizei», erkl"art Claudia.

«Das habe ich Joachim auch vorgeschlagen, aber er wollte mit mir nicht dar"uber reden. Es w"are eine private Angelegenheit, die sich bald kl"aren w"urde...»

Das Gespr"ach ist an einem Endpunkt angelangt. Und so reden die drei "uber New York und Berlin, tauschen Tipps f"ur Kino- Theater- oder Austellungsbesuche aus. Claudia gibt M"uller ihre Telefonnummer und verspricht, ihm an einem der n"achsten Abende ein sehr gutes russisches Restaurant in Brighton Beach zu zeigen.

So ein Zufall, Herr "ah, wie war doch Ihr Name?

Darf ich die beiden Damen zum Kaffee einladen?

K"onnen Sie das erkl"aren?»

11

M"uller hat sein Hotelzimmer in ein kleines B"uro umgewandelt (превратил, преобразовал). "Uberall (повсюду) liegen Zettel (записки, der Zettel) mit Notizen und Spekulationen (с идеями, ходом мыслей, die Spekulation) herum (вокруг, т.е. разложены, разбросаны). Er notiert, streicht durch (зачеркивает, durchstreichen) und wirft die meisten (большинство) Zettel weg (выбрасывает, wegwerfen).

Irgend etwas stimmt an der Geschichte nicht (что-то не так в этой истории: «что-то не соответствует»), und irgendwer l"ugt (кто-то лжет).

Frau Sch"onfeld behauptet (утверждает), Joachim zwei Semester Studium in New York bezahlt zu haben (что уплатила за...)...

Ilona, vermutlich (предположительно) Joachims Freundin, bezeichnet (называет, характеризует) die alte Dame als Geizkragen...

Joachim hat Angst, benutzt (использует) einen falschen Namen und taucht unter (ныряет вниз = ложится на дно, затаился, untertauchen), jedenfalls behauptet das seine Freundin...

M"uller ordnet seine Gedanken (упорядочивает свои мысли, der Gedanke) und kommt zu dem Schluss (приходит к заключению, m), dass Joachim wegen der anstehenden Erbschaft (из-за предстоящего наследства, anstehen – предстоять, намечаться) erpresst wird (подвергается вымогательству, рэкету). Aber von wem (кем)? Und woher wissen die Erpresser von Joachims Erbe? Wo ist die undichte Stelle (где неплотное, негерметичное место = где происходит утечка информации, dicht – густой, частый; плотный, непроницаемый)?

Die halbe Nacht liegt M"uller wach (бодрствуя, бодрствующий).

Ein furchtbarеr Verdacht (ужасное подозрение) treibt ihn aus dem Bett (гонит). Er blickt auf die n"achtliche Stadt. Sophie Sch"onfeld hat gesagt, dass sie den Auftrag an ihn und Bea Braun gegeben hat. Bea! Ist dort die undichte Stelle? Beas neuer Freund – den er sowieso (так или иначе, все равно, во всех случаях) nicht leiden kann (терпеть не может). Der h"atte das Format zum Erpresser (он мог бы, судя по всему, быть вымогателем)! Und Bea, immer pleite (без денег: «обанкротившаяся»), bei dem geringen (при небольшом, незначительном) Honorar, das er ihr bezahlt...

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