Чтение онлайн

ЖАНРЫ

Шрифт:

DIE GESTUNDETE ZEIT

Es kommen h"artere Tage. Die auf Widerruf gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont. Bald musst du den Schuh schn"uren und die Hunde zur"uckjagen in die Marschh"ofe. Denn die Eingeweide der Fische sind kalt geworden im Wind. "Armlich brennt das Licht der Lupinen. Dein Blick spurt im Nebel: die auf Widerruf gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont. Dr"uben versinkt dir die Geliebte im Sand, er steigt um ihr wehendes Haar, er f"allt ihr ins Wort, er befiehlt ihr zu schweigen, er findet sie sterblich und willig dem Abschied nach jeder Umarmung. Sieh dich nicht um. Schn"ur deinen Schuh. Jag die Hunde zur"uck. Wirf die Fische ins Meer. L"osch die Lupinen! Es kommen h"artere Tage.

ОТСРОЧЕННОЕ ВРЕМЯ {3} [19]

Наступят дни пожесточе. До времени отмененное время заалело на горизонте. Скоро тебе придется завязать шнурки на ботинках и собак отогнать к берегу моря, потому что рыбьи потроха застыли на ветру. Бледным огнем загорелись люпины. Ты рассек туман своим взглядом: до времени отмененное время заалело на горизонте. А в пучине песка на той стороне — твоя любимая. Ей волосы запорошил песок, перебивает ее, велит замолчать. Она же приемлет смерть и готова проститься с жизнью после каждого объятия. Не оборачивайся. Зашнуруй ботинки. Отгони собак. Выбрось в море рыб. Загаси люпины. Наступят дни пожесточе.

19

Перевод К. Богатырева.

FR"UHER MITTAG

Still gr"unt die Linde im er"offneten Sommer, weit aus den St"adten ger"uckt, flirrt der mattgl"anzende Tagmond. Schon ist Mittag, schon regt sich im Brunnen der Strahl, schon hebt sich unter den Scherben des M"archenvogels geschundener Fl"ugel, und die vom Steinwurf entstellte Hand sinkt ins erwachende Korn. Wo Deutschlands Himmel die Erde schw"arzt, sucht sein enthaupteter Engel ein Grab f"ur den Hass und reicht dir die Sch"ussel des Herzens. Eine Handvoll Schmerz verliert sich "uber den H"ugel. Sieben Jahre sp"ater f"allt es dir wieder ein, am Brunnen vor dem Tore, blick nicht zu tief hinein, die Augen gehen dir "uber. Sieben Jahre sp"ater, in einem Totenhaus, trinken die Henker von gestern den goldenen Becher aus. Die Augen t"aten dir sinken. Schon ist Mittag, in der Asche kr"ummt sich das Eisen, auf den Dorn ist die Fahne gehisst, und auf den Felsen uralten Traums bleibt fortan der Adler geschmiedet. Nur die Hoffnung kauert erblindet im Licht. L"os ihr die Fessel, fuhr sie die Halde herab, leg ihr die Hand auf das Aug, dass sie kein Schatten versengt! Wo Deutschlands Erde den Himmel schw"arzt, sucht die Wolke nach Worten und f"ullt den Krater mit Schweigen, eh sie der Sommer im sch"utteren Regen vernimmt. Das Uns"agliche geht, leise gesagt, "ubers Land: schon ist Mittag.

НАСТАЛ ПОЛДЕНЬ {4} [20]

В начале лета зеленеет липа, побледневший матовый месяц мерцает над полями. Вот и полдень колодезную воду золотит, и сказочной птицы крыло, все в крови, поднялось из развалин. На ладони лежит не обломок, а колос ржи молодой. Где германское небо землю мрачит, обезглавленный ангел хочет ненависть схоронить, на ладони он держит сердце. Семь лет — или это снится? — прошло, но добра не жди. Глубока у заставы криница. Не гляди в нее, не гляди. Отчего глаза твои плачут? Семь лет миновало, и снова — сердце мое, молчи — из кубка пьют золотого вчерашние палачи. Отчего ты глаз не подымешь? Но солнце все ярче. В золе — железный осколок, и клочья знамен на терновнике. Снова к утесу, как в древних сказаньях, прикован орел. Сегодня надежда ослепла на ярком свету. Разбей ее цепи, веди к нам в долину, ладонью прикрой глаза ей и защити ее от резкого света! Где германское небо землю мрачит, ищет облако слова и полнит кратер молчаньем, пока не прольется редким июньским дождем. Несказанное тихим сказаньем идет по немецкой земле в ясный полдень.

20

Перевод Г. Ратгауза.

ALLETAGE

Der Krieg wird nicht mehr erkl"art, sondern fortgesetzt. Das Unerh"orte ist allt"aglich geworden. Der Held bleibt den K"ampfen fern. Der Schwache ist in die Feuerzonen ger"uckt. Die Uniform des Tages ist die Geduld, die Auszeichnung der armselige Stern der Hoffnung "uber dem Herzen. Er wird verliehen, wenn nichts mehr geschieht, wenn das Trommelfeuer verstummt, wenn der Feind unsichtbar geworden ist und der Schatten ewiger R"ustung den Himmel bedeckt. Er wird verliehen f"ur die Flucht von den Fahnen, f"ur die Tapferkeit vor dem Freund, f"ur den Verrat unw"urdiger Geheimnisse und die Nichtachtung jeglichen Befehls.

ИЗО ДНЯ В ДЕНЬ {5} [21]

Войны не объявляются нынче: их продолжают вести. Немыслимое вошло в обиход. Но герой отсиживается в тылу. Трусливый уходит на фронт воевать. Повседневной формой стало терпение, наградою — выцветшая звезда надежды, болтающаяся над сердцем. Ее выдают, когда ничего не случается, когда умолкает барабанный бой, когда врага-то и не видно и только тучи перевооружения застилают небо. Ее выдают: за дезертирство, за храбрость перед друзьями, за выдачу мерзких тайн, за презрение к любому приказу.

21

Перевод К. Богатырева.

GROssE LANDSCHAFT BEI WIEN

Geister der Ebene, Geister des wachsenden Stroms, zu unsrem Ende gerufen, haltet nicht vor der Stadt! Nehmt auch mit euch, was vom Wein "uberhing auf br"uchigen R"andern, und fuhrt an ein Rinnsal, wen nach Ausweg verlangt, und "offnet die Steppen! Dr"uben verk"ummert das nackte Gelenk eines Baums, ein Schwungrad springt ein, aus dem Feld schlagen die Bohrt"urme den Fr"uhling, Statuenw"aldern weicht der verworfene Torso des Gr"uns, und es wacht die Iris des "Ols "uber den Brunnen im Land. Was liegt daran? Wir spielen die T"anze nicht mehr. Nach langer Pause: Dissonanzen gelichtet, wenig cantabile. (Und ihren Atem sp"ur ich nicht mehr auf den Wangen!) Still stehn die R"ader. Durch Staub und Wolkenspreu schleift den Mantel, der unsre Liebe deckte, das Riesenrad. Nirgends gew"ahrt man, wie hier, vor den ersten K"ussen die letzten. Es gilt, mit dem Nachklang im Mund weiterzugehn und zu schweigen. Wo der Kranich im Schilf der flachen Gew"asser seinen Bogen vollendet, t"onender als die Welle, schl"agt ihm die Stunde im Rohr. Asiens Atem ist jenseits. Rhythmischer Aufgang von Saaten, reifer Kulturen Ernten vorm Untergang, sind sie verbrieft, so weiss ichs dem Wind noch zu sagen. Hinter der B"oschung tr"ubt weicheres Wasser das Aug, und es will mich noch anfallen trunkenes Limesgefuhl; unter den Pappeln an R"omerstein grab ich nach dem Schauplatz vielv"olkriger Trauer, nach dem L"acheln Ja und dem L"acheln Nein. Alles Leben ist abgewandert in Bauk"asten, neue Not mildert man sanit"ar, in den Alleen bl"uht die Kastanie duftlos, Kerzenrauch kostet die Luft nicht wieder, "uber der Br"ustung im Park weht so einsam das Haar, im Wasser sinken die B"alle, vorbei an der Kinderhand bis auf den Grund, und es begegnet das tote Auge dem blauen, das es einst war. Wunder des Unglaubens sind ohne Zahl. Besteht ein Herz darauf, ein Herz zu sein? Tr"aum, dass du rein bist, heb die Hand zum Schwur, tr"aum dein Geschlecht, das dich besiegt, tr"aum und wehr dennoch mystischer Abkehr im Protest. Mit einer andern Hand gelingen Zahlen und Analysen, die dich entzaubern. Was dich trennt, bist du. Verstr"om, komm wissend wieder, in neuer Abschiedsgestalt. Dem Orkan voraus fliegt die Sonne nach Westen, zweitausend Jahre sind um, und uns wird nichts bleiben. Es hebt der Wind Barockgirlanden auf, es f"allt von den Stiegen das Puttengesicht, es st"urzen Basteien in d"ammernde H"ofe, von den Kommoden die Masken und Kr"anze… Nur auf dem Platz im Mittagslicht, mit der Kette am S"aulenfuss und dem verg"anglichsten Augenblick geneigt und der Sch"onheit verfallen, sag ich mich los von der Zeit, ein Geist unter Geistern, die kommen. Maria am Gestade — Das Schiff ist leer, der Stein ist blind, gerettet ist keiner, getroffen sind viele, das "ol will nicht brennen, wir haben alle davon getrunken — wo bleibt dein ewiges Licht? So sind auch die Fische tot und treiben den schwarzen Meeren zu, die uns erwarten. Wir aber m"undeten l"angst, vom Sog anderer Str"ome ergriffen, wo die Welt ausblieb und wenig Heiterkeit war. Die T"urme der Ebene r"uhmen uns nach, dass wir willenlos kamen und auf den Stufen der Schwermut fielen und tiefer fielen, mit dem scharfen Geh"or f"ur den Fall.

ОКРЕСТНОСТИ ВЕНЫ {6} [22]

Духи равнины, духи взыгравшей реки, предвестники гибели нашей, прочь от ворот городских! В путь захватите и пенный излишек вина, что стекает с оббитых краев, — пусть в русло вольется, раз ищет исхода, — и распахните просторы! Там коченеет дерева сгиб обнаженный, колесо завертелось, из буровых скважин бьет фонтаном весна, лес статуй теснит зелени первый набросок, не дремлет радужный масляный глаз у истоков страны. Что из того? Танцевальная музыка смолкла. После паузы: диссонансы слышнее, мелодия стерта. (И дыхание ее уже щек моих не овевает!) Замирает вращенье. Сквозь пыль и обрывки туч волочит за собою «чертово колесо», плащ, укрывший нашу любовь. Нигде не познаешь, как здесь, в поцелуе первом — прощальный. Отблеск храня на губах, дальше иди и молчи. Где журавль в камыше мелководья свой круг завершает, там и бьет его час, заглушая шум волн. А на том берегу дыхание Азии. Дружные ритмы всходов. Пусть для зрелой культуры жатва перед гибелью — вечный закон, я успею шепнуть еще ветру: там за откосом влага иная взор затуманит, у римского вала мною вновь овладеет пьянящее чувство… Под тополями у межевого древнего камня веду я раскопки: арену скорби народов, улыбку «Да» и улыбку «Нет» здесь ищу я. Жизнь отхлынула в ящик с конструктором детским, боль смягчают теперь препараты, в аллеях расцветают каштаны, но ароматом свечей не напоен уже воздух, над парапетом в парке ветер волосы треплет, и одиночеством веет, мяч, скользнув мимо детских рук, падает в воду, на дно, и безжизненный взгляд встречается с тем голубым, каким он сам был когда-то. Чудесам безверия несть числа. Сердце уверено ль в том, что оно еще сердце? Пусть снится тебе твоя чистота, подними руку в клятве, пусть снится, что зов природы тебя побеждает, и все же протест окажи ее таинственной силе. Другой рукой удается складывать числа, а также анализировать факты, которые нас расколдуют. Кто тебя разлучает с тобой? Только ты. Расплывись, в образе новом явись, все познав, чтоб проститься навеки. Перегнав ураган, солнце мчится на запад. Двадцать столетий прошло, а нам ничего не осталось. Ветер срывает гирлянды барокко, ангелочек падает вниз на ступени, рушатся стены, едва лишь забрезжит рассвет, со шкафов осыпаются маски с венками. Только на площади — в свете полудня, — с цепью тяжелой у основанья колонны, остановивши мгновенье, предавшись его созерцанию, в плену красоты, отрекусь я от времени, дух среди духов грядущих. «Мария ам Гештаде», храм твой пуст, камень нем, спасенных нет, погибших не счесть. Лампадное масло шипит, мы все его пригубили — где же твой вечный свет? Вот и уснувшую рыбу выносит теченьем к черным морям, которые нас заждались. Но мы так давно уже влились в иные потоки, водоворотом подхвачены бурным, там, где наш мир, ясный и яркий, остался навек за пределом. Башни равнины нас прославляют за то, что не волей своей мы явились и, по уступам отчаянья падая глубже и глубже, пристальным слухом внимали паденью.

22

Перевод А. Исаевой.

EIN MONOLOG DES F"URSTEN MYSCHKIN

Zu der Balettpantomime "Der Idiot"

Mit puppenhaften Schritten treten die Personen des Spiels — Parfion Rogoschin, Nastassia Filipowna, Totzki, Ganja Iwolgin, General Epantschin und Aglaja — auf. Die Pantomime endet mit dem Schlusstakt der Intrada, und F"urst Myschkin tritt in die Mitte der Szene. Er spricht den ganzen Monolog ohne Musik.

Ich habe das Wort, ich nahm's aus der Hand der Trauer, umw"urdig, denn wie sollte ich w"urdiger sein als einer der andern — selbst ein Gef"ass fiir jene Wolke, die vom Himmel fiel und in uns tauchte, schrecklich und fremd und teilhaft der Sch"onheit und jeder Ver"achtlichkeit dieser Welt. (O Qual der Helle, Qual des Fiebers, nah an anderen Fiebern, unsrer gerechten Krankheit gemeinsamer Schmerz!) Lass den stummen Zug durch mein Herz gehen, bis es dunkel wird und, was mich erleuchtet, wieder zur"uckgegeben ist an das Dunkel. Wahrhaftig, weil dieser Schmerz in euch ist, tut ihr, was ihr fiir euer Leben tut, nicht fiir euer Leben, und was ihr zu eurer Ehre tut, geschieht nicht zu eurer Ehre. In der D"amonen Gel"achter gebrannt, bodenlos, sind die Schalen dieses gl"ucklosen Lebens, das bis zum Rand uns bedenkt. Trifft eine die andre, so klingen sie nicht, denn kein Einhalt ist den Tr"anen geboten, sprachlos st"urzen sie ab, von Grund zu Grund, und es verweigert der letzte, in den sie vergehn, sich immer unsrem Geh"or. О Stummheit der Liebe!

Jetzt nimmt er jede Person, die er nennt, an der Hand.

Parfion Rogoschin, der Kaufmannssohn, weiss nichts von einer Million. In den Wintern"achten h"alt sein Gespann von den k"auflichen Strassen der Welt und kann sie nicht fahren. Er sch"uttet sein Geld in den Schnee, denn der Schnee ist das Mass deiner Wangen, Nastassia Filipowna, dein Name ist eine gefahrliche Kurve in jedem Mund, sie sagen, am Schnee n"ahmst du das Mass f"ur deine Wangen, in deinem Haar wohnten die Winde, (ich sage nicht: sie sind launisch), dein Aug sei ein Hohlweg, in dem ihre Wagen st"urzen, es z"ahlt sie der Schnee, und vom Schnee erh"altst du das Mass f"ur deine Wangen. Totzki — dies ist wohl zuviel, eh man zur Ruhe geht: eines Kindes Augenblick in den Armen war die Vergangenheit, und jetzt ist die Zeit von Blicken, die Zeit von Lippen "uber euch beide gekommen. Gahja Iwolgin, wenn ein Band zwischen allen gesponnen ist, werden deine H"ande die Knoten sein, die es spannen, denn du l"achelst nicht gut. Du forderst zu viel f"ur dich und verlangst zu wenig von dir. Dich g"angelt nur ein Verlangen: die Wagen st"urzen zu sehn, in denen die anderen fahren, eh du selbst unter R"adern verendest. General Epantschin — es sind nicht Zuf"alle, die uns in die N"ahe derer f"uhren, die wir meiden. Wie wir uns in den Kindern entgleiten, gleiten wir uneingestandenen W"unschen nach und halten vor fremden T"uren als H"uter, die wir uns selbst so wenig zu h"uten verm"ogen. Was aber entglitt? Der weisse, erkaltete Traum einer Jugend, die nicht Nachsicht verlangt? Vollkommenes also? Und Sch"onheit in solcher Gestalt, dass wir uns mit ihrem R"atsel begn"ugen? Aglaja, so werde ich in dir nichts sehen als die Botschaft einer Welt, in die ich nicht eintreten, ein Versprechen, das ich nicht halten, und einen Besitz, den ich nicht wahren kann.

Er wendet sich um und steht mit dem Gesicht zum Publikum.

Erwacht zum Leben im Schein, von Planeten verfuhrt, die von uns Ausdruck verlangen, seh ich zur grenzenlosen Musik die Bewegung der Stummen.

Hier m"unden seine Worte in einen marionettenhaft starren Tanz.

Unsere Schritte sind nur die wenig genauen Anschl"age weniger T"one, die uns erreichen.
Поделиться с друзьями: