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ЖАНРЫ

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Seine Frau begr"usste ihn immer mit einem L"acheln und plagte ihn nicht mit Fragen. Maria war ihrem Aussehen nach um die f"unfzig Jahre alt. Anders als ihr Mann f"arbte sie sich die Haare nicht, sondern frisierte ihre klassischen grauen Haare zu einer stolzen, mit Haarlack bedeckten Haube. Ihr Gesicht strahlte Ruhe und Zuversicht aus, sie war "uberzeugt, dass ihr Ehemann der Beste auf der Welt war, der ihr ein angenehmes Dasein als Hausfrau und Mutter dreier Kinder geschenkt hatte.

Vor dem Schlafengehen schickte Saweli ein paar witzige SMS mit Bildern von tanzenden Waschb"aren an Natalja und stellte sich vor, wie sie herzlich und laut lacht, dass es im halben Wohnheim zu h"oren ist. Mit diesen Gedanken schlief er vergn"ugt ein.

Sie aber hatte zu dieser Zeit gar nicht die Absicht, schlafen zu gehen. Sie hatte ihren Zeitplan endlich erstellt und beschloss, die Rufnummer des Escort-Service zu w"ahlen. Der H"orer wurde von einer Frau abgehoben. Das M"adchen war etwas erstaunt. Nach einer kurzen Pause sagte sie:

„Guten Abend! Ich heisse Natalja. Ich rufe wegen der Arbeit an.“

„Ja, ja“, erwiderte die freundliche Stimme am anderen Ende der Leitung. Das entspannte sie ein bisschen.

Sie erfuhr, dass die Auswahl der Kandidatinnen auf Basis eines Wettbewerbs stattfinde und die Firma reiche Kunden habe. Ihre Finger dr"uckten den H"orer immer fester, aufmerksam h"orte sie jedes Wort. Es gebe vielf"altige Kunden und mehrere von ihnen seien Ausl"ander. Englischkenntnisse seien erforderlich.

„Englischkenntnisse sind vorhanden“, antwortete Nata sicher. Das Basisniveau hatte sie ja schon.

„Sehr gut. Warten Sie auf unseren R"uckruf.“

In Kiew herrschte Frost, trotzdem war das Wetter mehr widerlich als kalt. Kein Schnee, aber viel Eis auf dem trockenen, schmutzigen Asphalt. Bei solchem Wetter wollte man nur warme Socken anziehen und die Serie „Santa Barbara“ bis zum Ende anschauen, ohne einen Fuss vor die T"ur zu setzen. Natalja hatte keine Lust, das Wohnheim zu verlassen, dazu noch in ihrer kurzen Daunenjacke, in der sie bis in die Knochen fror. Deshalb kniete sie sich ins ihr Studium. Es gab viel zu lernen und das M"adchen schaffte es nicht, alles rechtzeitig zu erledigen. Sie fragte einen Kommilitonen, der abends in der Bar arbeitete, warum bei ihm alles so rechtzeitig klappte, und fand heraus, dass viele Studenten Amphetamin nahmen. Das half ihnen, sich tagelang aufs Lernen zu konzentrieren, und vor allem beim schnellen Lesen. Erfreut beschloss sie, dieses Wundermittel auszuprobieren. Natalja hatte noch nie zuvor Drogen konsumiert, das war ihr erstes Mal. Es gefiel ihr sehr gut! In diesem Zustand verschwindet der Appetit, der Mensch denkt, liest und l"auft viel schneller. Sie entwickelte ein neues Lebenstempo. Parallel zum Studium schrieb sie jeden Tag hundert neue englische W"orter aus dem W"orterbuch heraus und bem"uhte sich, sie alle im Ged"achtnis zu behalten.

Endlich erhielt sie den lang ersehnten Anruf. Ein Mann rief sie an, sie vereinbarten ein Treffen.

Natalja zog ein grellgr"unes Kleid aus feinem Stoff an, "ahnlich dem, aus welchem Leggins hergestellt. Das Kleid hatte einen R"uckenausschnitt bis zur Taille und war f"ur kleines Geld in einer Marktschneiderei gen"aht worden. Einige Minuten zweifelte sie: „Das Kleid passt eindeutig nicht zu dieser Jahreszeit, daf"ur ist es sehr sexy und grell. Nein, es ist genau das, was ich brauche!“

Sie zog "uber das Kleid eine Bluse und die Daunenjacke an und ging hinaus. Sofort wurde sie vom beissenden Frost gepackt.

„Brrr! Oh, du Frost! Lass mich los!“

Ihr rosiger K"orper wurde bl"aulich, die Knie dunkel weinrot. Sie stieg in die warme U-Bahn, alle ihre Gedanken drehten sich um den „Traumjob“.

Im Innersten war Natalja ruhig. Sie wusste, dass sie den Job ohne besondere Anstrengung und ohne Wettbewerb bekommen w"urde. Es war ja genau das, was sie konnte und mit Leib und Seele wollte. Sie glaubte immer daran, dass sich gutes Geld ausschliesslich mit einer Arbeit verdienen liess, die einem den richtigen Spass machte. Sie verstand die Menschen nicht, die morgens g"ahnend jammerten und sich aus dem warmen Bett zwangen, um zu einer Arbeit zu gehen, die sie hassten und verfluchten.

Das war nicht richtig! Sie war sich dessen ganz sicher.

Als sie zum Gespr"achstermin kam, sah sie einen kleinw"uchsigen Mann mit einer Goldkette um den Hals und in einer Lederjacke. Sie hatte den Eindruck, dass seine Halsmuskeln gerade durch das Gewicht der Kette so gut entwickelt waren. Sein Blick war wie der eines Hundes. Es schien, als wollte er sie gleich beschnuppern. Aber nein. Sein Blick fiel auf den Nataljas Busen, der bl"aulich und mit G"ansehaut "uberzogen war, weil sie sich entschlossen hatte, ihn sogar bei Frost f"ur den vollen Effekt zu entbl"ossen. Er betrachtete das vor K"alte blau angelaufene M"adchen wie eine Puppe im Schaufenster einer Boutique und presste beif"allig l"achelnd die schmalen bl"aulichen Lippen zusammen. F"ur sich bemerkte er, dass die Kleine dem Aussehen nach wohl einen "Uberschuss an Originalit"at mitbrachte. Natalja fiel ein Stein Herzen, sie f"uhlte sich rundum wohl.

„Artschik“, stellte sich der Mann vor und reichte ihr die Hand.

„Natalja. Sehr erfreut“, erwiderte sie kokett und z"ahneklappernd vor K"alte.

„Ist Ihnen nicht kalt in diesem Outfit?“

„Es gibt niemanden, der mich w"armen k"onnte!“

Der Mann lachte.

„Ich sage kurz was zu den Arbeitsbedingungen. Sie k"onnen zu jeder Tageszeit angerufen werden, zwei Stunden vor Abfahrt. Dabei sind Sie immer frisch gewaschen und sch"on frisiert. Benutzen Sie bitte regelm"assig Parf"um. Vorerst werden Sie als Callgirl besch"aftigt. Sie haben zwei Monate, um sich zu profilieren und von der besten Seite zu zeigen. P"unktlichkeit ist sehr wichtig in unserer Arbeit. Die Kunden sind launisch und anspruchsvoll. Um Geld zu bitten ist verboten. Alkoholgenuss in begrenzten Mengen. M"anner wollen keine Frauen, die eine Fahne haben.“

„Mich wollen alle! Egal mit oder ohne Fahne!“

Er l"achelte "ubers ganze Gesicht.

„Ich will die reichsten Kunden!“

Artschik war nicht erstaunt "uber die Forderungen und Bestrebungen des M"adchens vom Land. Gerade solche Frauen brachten es meisten zu Erfolg. Sie gingen durch dick und d"unn in ihrem Streben nach Gl"uck. Und brachten dabei den Zuh"altern gute Gewinne.

„K"onnen wir uns vielleicht duzen? Ich bin doch nicht in einem Vorstellungsgespr"ach f"ur eine Position als Bibliothekarin.“

„Hm, nat"urlich, einverstanden! Ab jetzt per du, Schnucki! Die n"achsten zwei Monate wirst du meistens Anrufe von Touristen und Bestellungen aus Saunas und Privath"ausern bekommen. Danach sehen wir weiter. Alles h"angt nat"urlich von dir ab. Eine Frage noch, Natalja: Was h"altst du von Oralsex?“

„Finde ich toll!“

„Gruppensex?“

Nataljas Augen leuchteten auf. Es fiel ihr schwer, "uber diese Themen ohne Erregung zu sprechen.

„Nichts dagegen“, antwortete sie schwer atmend. Der Mann erkannte ihre Begeisterung und fuhr fort:

„Mit Frauen?“

„Nur Frauen nicht so gern. Aber wenn wenigstens ein Schwanz mit im Spiel ist, auf den sich man ein paar Mal niedersetzen kann, passt das schon“, erkl"arte sie.

„Mit Hunden?“

„Das habe ich noch nie probiert, denke aber, dass es eine interessante Erfahrung sein k"onnte. Weisst du, welche Hunderasse den l"angsten Penis hat?“

„Ich glaube, sie haben alle einen kurzen“, schmunzelte Artschik.

„Dann besser mit Pferden. Wie Katharina die Grosse“, scherzte Natalja, zwinkerte ihm zu und brach in Gel"achter aus.

Es war nicht leicht, Artschik zum Lachen zu bringen, aber sie hat es geschafft.

„Sie wird mein Brillant“, dachte er. Sein Glied begann anzuschwellen bei seinen lasterhaften Gedanken. „Dann will ich keine Zeit verlieren und das neue Pferdchen heute noch einreiten! Ich ficke diese nasse Fotze so, dass sie alle Pferde vergisst.“

Nat"urlich wusste Artschik, dass er seine M"oglichkeiten leicht "ubertrieb, aber er war daran gew"ohnt, dass die Frauen ihn mit Komplimenten "ubersch"utten. Mit ihm ins Bett gingen nur die Frauen, die Arbeit brauchten. Diese Lebenslage kam ihm sehr zupass und steigerte sein Selbstvertrauen.

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