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ЖАНРЫ

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Bald kam ein Arzt. Er war offensichtlich weder russischer noch ukrainischer Herkunft. Er untersuchte das Opfer und sagte verbittert:

„Lieber Himmel! Warum tun die so was? So eine sch"one junge Frau! Sie muss ins Krankenhaus“, wandte sich der g"utige alte Mann an die Leibwache.

„Behandle sie hier!“

„Das w"urde ich ja gerne tun, aber es wird nicht klappen. Das M"adchen hat eine Blutung!“

„Wird sie sterben?“

„Im Falle eines starken Blutverlustes ist ein letaler Ausgang nicht ausgeschlossen.“

„Tu, was du kannst. Jetzt. Sorg daf"ur, dass sie bis heute Abend "uberlebt, dann kommt sie in eine Privatklinik zu einem Doktor, der mit dem Boss gut bekannt ist.“

„Halt durch, Liebes. Ich gebe dir eine Spritze. Versuch zu schlafen.“

„Lassen Sie mich nicht allein! Ich bitte Sie!“, fl"usterte das M"adchen und packte den g"utigen Mann am Arm.

„Das kann ich nicht. Entschuldigen Sie. Halten Sie durch. Bald bringt man Sie ins Krankenhaus.“

Er gab ihr die Spritze und verliess die Wohnung, voll Bedauern und Mitleid.

Sie lag in einer Blutlache am Boden und bewegte sich nicht. Ihr ganzes Leben lief vor ihren Augen ab. Sie schloss die Augen vor diesen bitteren Gedanken und aus Angst. Sie wollte das Blut nicht sehen, in dem sie, wie ihr schien, versank, w"ahrend sie langsam auf der Treppe zum Himmel oder zur H"olle schritt.

Nach einiger Zeit sp"urte sie, wie starke H"ande sie auf eine Trage legten. Alles war wie im Delirium. Infusionen, Spritzen.

Das M"adchen wachte am Morgen mit heftigsten Schmerzen in den Schl"afen auf und ihr wurde "ubel. Es war h"ollisch, nur dieser Vergleich passte zu der Realit"at, in der sie sich befand. Ihr K"orper war bedeckt mit blauen Flecken und offenen Wunden. Ihr Gesicht schien ein einziger blauer Fleck zu sein. Sie versuchte, sich aufzurichten. Mit M"uhe gelang es ihr. Wegen der Kan"ulen, die in ihren Armen steckten, konnte nicht aus dem Bett steigen. Sie riss sie heraus und stand auf. Ihr wurde schwindlig und sie sank auf den Fussboden. Dann kroch sie zur T"ur. Natalja wollte nur eins: nach Hause zu ihrer Mutter und den Verwandten und ein Glas frische Mich trinken. Den Milchgeruch sp"urte sie so deutlich, als ob die graue Aluminiumkanne mit Milch irgendwo hier in der N"ahe st"unde. Kniend zerrte sie an den T"urgriff. Vergebens, die T"ur war von aussen abgeschlossen. Sie f"uhlte sich wie ein H"aftling. Vor lauter Verzweiflung und Hilflosigkeit brach sie in Tr"anen aus. Vor der T"ur h"orte sie Schritte. "Angstlich wich sie von der T"ur zur"uck, als ob ihr nichts weh t"ate, und starrte panisch den sich bewegenden T"urgriff an.

„Oh Gott!“ Das ist er!“

In einer Sekunde liefen die Ereignisse des gestrigen Abends vor ihren Augen ab. Die T"ur ging auf. Ein Mann im weissen Kittel kam mit l"achelndem Gesicht herein.

„Sind Sie schon wach, Prinzessin?“

„Wer sind Sie?“

„Ich bin Ihr behandelnder Arzt. Mein Name ist Dmitri Iwanowitsch. Haben Sie keine Angst. Ich tue ihnen nichts B"oses.“

„Dann lassen Sie mich hier raus!“, schrie das M"adchen auf. Sie hatte die Wachen im Korridor bereits bemerkt.

„Lassen Sie sich Zeit. Ich w"urde Ihnen empfehlen, in Ihrer Verfassung nirgendwo hinzugehen. Und stehen Sie bitte vom Fussboden auf“, sagte der Arzt in beruhigendem Ton, als ob er ihr helfen wollte. „Nach der Operation d"urfen Sie dort nicht sitzen.“

„Nach was f"ur einer Operation?“

„Leider haben Sie das Kind verloren. Es tut mir sehr leid.“

Ihre Augen wurden rund wie M"unzen.

„Was? Haben Sie mir eine Abtreibung gemacht?“

„Ja, es tut mir sehr leid“, wiederholte der Arzt.

„Sie wurden gestern in einem "ausserst kritischen Zustand zu uns gebracht, nach dem Angriff einer Strassenbande. Leider konnten wir das Kind nicht retten.“

„Wer hat mich angegriffen?“

„Rowdys. Sie haben Sie auch ausgeraubt.“

„Ah! Alles klar!“ Bastard!“, kam es aus dem Nataljas Mund.

„Was haben Sie gesagt?“, fragte der Doktor verwirrt und beugte sich zu ihr, als ob er sie besser h"oren wollte.

„Nicht wichtig! Alles in Ordnung!“ Das M"adchen verdeckte ihr Gesicht mit den H"anden und schluchzte. F"ur einen Augenblick dachte sie, es w"are ein Traum.

„Genau! Ich schlafe!“

Sie sch"uttelte den Kopf, um aufzuwachen. Aber nein, es war kein Traum…

Vier Tage verbrachte Natalja hinter Schloss und Riegel. Erst dann kam sie langsam zu sich und begann, das Geschehe zu begreifen. Die Schuld an dieser verfluchten Liebe gab sie sich selbst. Wie hatte sie sich nur auf diese Scheisse einlassen k"onnen? Warum hatte sie sich in diesen sadistischen Kanaken verliebt? Aber w"ahrend sie so mit sich ins Gericht ging, empfand sie doch etwas Mitleid mit ihm. Ganz sicher war es ihm sehr unangenehm zu erfahren, dass seine zuk"unftige Frau es mit einem Zuh"alter trieb, w"ahrend er Geld verdiente, um ihre gemeinsame Zukunft zu sichern. Sehr unangenehm, beleidigend und erniedrigend.

„Artschik, du Arschloch!“ Wie konnte er so etwas tun? Sie hatte ihm doch ein ganzes Verm"ogen eingebracht! Was f"ur eine Grausamkeit! Solche Typen hatten nicht Menschliches an sich! Weder Herz, noch Prinzipien!

Was die Prinzipien anging, hatte sie selbst allerdings auch nichts vorzuweisen. Die Manieren des Schmetterlings waren alles andere als edel.

Einige Tage vergingen. Man legte ihr Dokumente zum Unterschreiben vor. Es war das Protokoll ihrer angeblichen Aussagen "uber den Raub"uberfall einer Strassengang, deren Mitglieder sie nicht hatte sehen k"onne, da alles nachts passiert und sie zu Tode erschrocken gewesen sei.

Sie unterzeichnete die Unterlagen schweigend. Ihr war klar, dass sie sonst so lange weggesperrt bleiben w"urde, bis sie sich dem Willen ihres ehemaligen Lebensgef"ahrten beugte.

Der Untersuchungsrichter ging. Die T"ur blieb offen. Natalja schaute in den Korridor und sah, dass die Schl"ager verschwunden waren. Das Gef"uhl der Freiheit und die emotionale Spannung "uberw"altigten sie.

„Endlich! Ich bin frei! Hurra!

Sie zog sich an und ging hinaus, schlich die ihr v"ollig unbekannten Strasse entlang. Sie wusste nicht, wo sie sich befand, hatte weder Geld noch ein Handy dabei.

„Wo soll ich "uberhaupt hin? Zu Saweli darf ich nicht, er ist ja verheiratet! Was jetzt? Natalja begann vor Wut zu kochen. Unterwegs schimpfte sie laut schimpfte: „Hat mich ausgesetzt wie einen Hund, ohne meine Sachen und ohne U-Bahnticket! Mistkerl! Stinkiger Armenier-Arsch!“

Sie erreichte eine Bushaltestelle und sah ein Taxi. Sie setzte sich auf den R"ucksitz und nannte die Adresse von Artschik.

Gott sei Dank, er war zu Hause. Er bezahlte das Taxi und fragte erstaunt:

„Mein Gott! Schatz, was ist passiert?“

„Halt die Fresse, du Schwuchtel! Du weisst genau, was passiert ist!“, erwiderte Natalja mit gefletschten Z"ahnen wie eine W"olfin. Sie konnte sich kaum davon zur"uckhalten, diesen Mistkerl zu beissen.

Er versicherte ihr, er h"atte bis gestern Abend nichts gewusst, dann h"atte Schakro ihn besucht, ihm gedroht und versucht, ihn zu verpr"ugeln.

„Seine Schl"ager haben dich aufgesp"urt, Schatzi! Hast du etwa nicht gemerkt, dass sie dich beschatten? Sie haben jeden deiner Schritte verfolgt vom ersten Tag an, als du aus dem Wohnheim in den K"afig gezogen bist. Hast du nicht kapiert, dass jeder Atemzug von dir aufgezeichnet wird? Ich h"atte dir nie etwas B"oses getan“, sagte der Schuft liebevoll, „h"atte nie deinen kleinen zarten K"orper verraten.“ Er zog sie nah zu sich heran und k"usste auf die Stirn.

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