Gaunerinnen
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Die M"anner schrien in Ekstase: „Oh, Gott, Baby! Du bist megageil!“
Und Natascha "uberlegte sich w"ahrenddessen, bei welcher Bank sie ihre erste Beute einzahlen sollte. Es war doch ein guter Batzen Geld!
Zur damaligen Zeit war es ein ordentlicher Monatslohn f"ur einen Arbeiter, vielleicht sogar zwei.
Sie war sehr zufrieden mit ihrem Triumph und lutschte die Geschlechtsteile der M"anner, als ob es Gummib"archen w"aren.
Nach diesem Abend hatte die Sexbombe keine Geldprobleme mehr. Artschik schleppte seinen Brillanten "uberall mit wie eine Visitenkarte und ging auf alle Bedingungen ein, die sie bez"uglich ihrer unregelm"assigen Arbeitszeiten stellte. Irgendwo im Inneren war er sogar eifers"uchtig auf sie wegen die Kunden, aber beruhigte sich damit, dass sie bloss eine einfache, billige Schnalle war wie alle Frauen auf der Welt. In seiner Welt gab es keine anderen Frauen. Nat"urlich verdarben diese Gedanken die Laune des Zuh"alters. Ihm wurde klar, dass dieses M"adchen einem Mann nie ganz geh"oren konnte.
„Nimmersatte Bestie, getarnt als Kuscheltier! Ich hasse diese Schlampe!“
Natalja ihrerseits wurde verstimmt, wenn sie die P"archen sah, die eng umschlungen in der Stadt herumspazierten, Eis assen, die Eisreste mit den Zungen von den Gesichtern schleckten und ansteckend lachten. Sie konnte die Ursache dieser Verstimmung nicht in sich finden. Es war doch alles bestens und problemlos. Sie begriff dieses gemischte Gef"uhl nicht, das sie nie vorher hatte.
Scheinbar hatte sie doch den Weg zum Gl"uck gefunden! Was brauchte der Mensch "uberhaupt im Leben? Geld, Sex, Essen und Schlaf! Das alles hatte sie. Trotzdem machte sie etwas traurig, und zwar, dass sie weder Theater noch Kino oder Zirkus besuchte. Sie wollte einfach zu einem Date gehen. Kein bizarres, ausgekl"ugeltes, sondern ein gew"ohnliches, echtes, menschlich fr"ohliches. Aber nat"urlich nicht mit einem armen Studenten!
Es fehlte ihr an Zeit f"ur ein herzerw"armendes Vergn"ugen, und dazu kam noch Saweli, der sie mit seiner aufdringlichen Romantik nervte. Sie mochte keine Spinner, die glaubten, dass eine junge Frau sich tats"achlich in einen alten Mann verlieben konnte. Sie sah ihre Zukunft irgendwo auf den Kanarischen Inseln im warmen Atlantischen Ozean mit einem k"uhlen Cocktail in der Hand und frischem Obst neben der Liege, mit einem millionenschweren Ehemann an ihrer Seite. Mit bezaubernden, vielversprechenden Pl"anen liess sich der Anblick gl"ucklich aussehender, sich k"ussender P"archen leichter ertragen. Sie war sich sicher, dass ihr schlichtes Frauengl"uck noch vor ihr lag, und dieser Gedanke w"armte ihre Seele. Schon im zweiten Studienjahr lag ein h"ubsches S"ummchen Geld auf ihrem Bankkonto. Sie ging nicht ins Restaurant, kaufte ihre Kleidung in billigen L"aden oder auf dem Markt. Sie ass sehr einfach und sparte an allem. Selbst eine Tasse Kaffee in ihrem Lieblingscaf'e g"onnte sie sich sehr selten. Ihre merkw"urdige Neigung, Vorr"ate jeder Art anzulegen, wurde zur Gewohnheit. Im Schrank unter ihren Kleidern, die auf B"ugeln hingen, lagerten Graupen, Gries, Gr"utze und allerlei Konserven. Es schien, als ob sie sich auf den Ausbruch eines Krieges vorbereitete. Eines Tages, bei einem Auftrag, traf Natalja ihre erste Liebe, soweit sie zu diesem Gef"uhl "uberhaupt f"ahig war. Er war hochgewachsen und gemischter Herkunft, wobei der georgische Anteil "uberwog, was die Form seiner Nase vermuten liess. Ansonsten war er ein ganz gew"ohnlicher Mensch, fast wie ein Russe, aber mit kaukasischem Pfiff. Ihm geh"orten drei Privatbanken. Sein stolzes georgisches Profil, ein Anzug von Armani und Schuhe von Dolce & Gabbana verliehen ihm einen edlen Look. Ein paar Schl"ager begleiteten ihn "uberall hin und f"uhrten alle seine Befehle aus. Das Herz der heissen Braut schmolz beim Anblick dieses Prachtkerls mit einem Haufen Kohle. Dabei war er trotz aller obengenannten Vorteilen ein starker Mann. Er eroberte sie durch seine besondere "Uberlegenheit und sein wildes, tierisches Wesen. Zum ersten Mal sp"urte sie eine fremde Macht "uber sich und f"uhlte sich wie eine zarte Blume in den starken Pranken eines Tieres. Er bat sie, sich nicht zu bewegen, die Arbeit zu vergessen und abzuschalten. Sie sollte das Ritual der Liebe geniessen. Er mochte es nicht, wenn die Frau wie eine Ziege sprang und versuchte, den Mann, der wie ein Klotz liegenblieb, zu befriedigen. Er wollte selbst der Frau Vergn"ugen bereiten. Er rieb ihren K"orper mit unparf"umiertem "Ol ein, streichelte die prallen Br"uste mit den H"anden, f"uhrte seine Finger in ihre Vagina ein, die voll von s"ussem Ausfluss war, und liess sie dann sie seine H"ande ablecken. Sie wartete, z"ahlte jede Sekunde, bis zu dem Moment, in dem der schwarze Teufel sein Glied in sie stiess. Aber er bevorzugte lange Vorspiele, besonders mit so einer heissen Frau. Er sah, wie sie die Augen verdrehte und h"orte die Schreie, die ihren Orgasmus begleiteten, als er endlich in sie eindrang. Natalja bebte vor Lust, als er die angenehm riechende, ein wenig salzige Fl"ussigkeit ausstr"omte. Es war ihr etwas peinlich, aber gleichzeitig sehr wohl zumute. Fr"uher hatte sie nie ein solches Vergn"ugen erlebt. Neue Gef"uhle "uberw"altigten sie, trafen sie mitten ins Herz. Und es waren genau jene, auf die sie so sehnlich wartete – warme und echte.
„Was ist das? Hab ich eingepisst?“, fragte sie sich mit Schrecken. Aber Schakro drang st"urmisch in sie ein, wieder und wieder. Wassertropfen flogen in alle Richtungen und so hoch, dass sie dann wie ein Platzregen nach unten fielen. Pl"otzlich fiel ihr auf, dass er ohne Kondom fickte.
„Oh Gott!“
Das war gegen ihre Regeln und gegen die der Firma. Sie hatte keinen Sex ohne Kondom, nur mit Saweli. Erstens, weil sich kein Gummi auf seinen schlaffen Schwanz ziehen liess, und zweitens, weil sie wusste, dass er noch eine Liebschaft kaum stemmen konnte. Seine Gesundheit h"atte es nicht erlaubt, das Herz war zu schwach.
Schakro drehte sie in verschiedene Stellungen, packte kr"aftig ihren Po, wie eine s"usse Wassermelone, und machte mit dem Schwanz schmatzende Ger"ausche, als er ihn ihr nach warmem Sex riechendes Loch schob. Endlich schoss er sein Sperma direkt in ihr Gesicht und schrie:
„Du geh"orst mir! Du h"orst auf zu arbeiten und ziehst in eine bewachte Mietwohnung ein!“
Natalja l"achelte m"ude und gehorchte. Sie wollte mit ihm leben, wollte genau solch einen Traummann haben!
Aber in diesem Moment konnte sie sich nicht vorstellen, auf was sie sich eingelassen hatte.
Ein paar Tage sp"ater mietete er eine Wohnung in der Stadtmitte f"ur sie und versorgte sie mit allem, was notwendig war. Und dieses Notwendige "ubertraf ihre k"uhnsten Erwartungen um ein Vielfaches.
Mit Tr"anen in den Augen und einer tragischen Note in der Stimme erz"ahlte sie Saweli, dass sie sich entschieden hat, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Das sei ein Gesetz Gottes und Ehen w"urden im Himmel geschlossen, betonte sie.
Z"ahneknirschend, aber mit edlem Gesichtsausdruck w"unschte er ihr viel Gl"uck. Das M"adchen zog aus dem Studentenwohnheim aus. Ihr neues, k"onigliches Leben begann.
Die Freude "uberw"altigte sie. Mit kindlicher Neugier erkundete sie jede Ecke der riesigen Wohnung.
„Oh je! So eine schicke Bude!“, kr"ahte das V"ogelchen im goldenen K"afig.
„Das reibe ich euch jetzt allen unter die Nase! Ihr neidischen Schlampen!“
Sie erstellte im Kopf eine Liste ihrer Feinde, die sie einladen w"urde.
Eine riesengrosse Terrasse mit einem Sofa und lilafarbenen Sitzkissen, die K"uche mit Bartresen, erst recht die Weingl"aser, die "uber der Bar h"angen, laden gleich dazu an, sich sinnlos zu betrinken.
„Baby, mach eine Einzugsparty!“
Und an diesem sch"onen Abend tat sie das. Nach dem Anruf von Schakro, der sagte, dass sein M"adchen heute nicht auf ihn warten sollte, war sie sogar erfreut.
„Geh du ruhig auf Gesch"aftsreise! Ich werde die Zeit ganz gut allein verbringen. Ich skype mit der Verwandtschaft, gebe mit meinen triumphalen Erfolgen an und trinke jede Menge Wein!“ Die Ver"anderungen in ihrem Leben heiterten sie auf. Sie stellte sich ein gl"uckliches Familienleben mit dem reichen Banker vor.
„Mein Gott! Unfassbar, so ein Gl"uck! Endlich kann ich sagen, dass ich die Gl"ucklichste von allen bin!“, schrie das M"adchen, h"upfte vor dem Spiegel auf und ab und schnitt Grimassen.
Sie wusste noch nicht, dass es dem Hinterw"aldler v"ollig fernlag, mit ihr zu leben. Sie passte ihm im Bett, es war bequem, diesen Vogel im geschlossenen K"afig zu haben. Er wollte st"andig jede Menge Sex mit ihr, und darum sperrte er sie in ein paradiesisches Nest, das keinen Ausgang hatte. Er war nicht verr"uckt oder krank, er war einfach ein wildes Tier, das nur an sich selbst denkt. Diese Puppe war nichts als ein sch"ones Extra in seinem Terminkalender – dreimal in der Woche.
Natalja wachte am Morgen mit schrecklichen Kopfschmerzen auf. Im K"uhlschrank fand sie eine Dose Bier. Okay, das zuerst, der Kaffee konnte warten. Sie "offnete die kalte Dose, z"undete sich eine Zigarette an und w"ahlte die Nummer ihres Liebsten.
„Hall"ochen“, sagte sie und zog an der Zigarette.
„Was, du rauchst schon so fr"uh?“, erwiderte er irgendwie rau.
„Na ja, wieso nicht? Bist du schlecht gelaunt, Schatz? Komm einfach schnell nach Hause, ich beruhige deine Nerven.“
„Ich bin ruhig. Schmeiss die Zigaretten weg und mach was Vern"unftiges.“
„Wann kommst du?“
„Morgen oder "ubermorgen, kann's nicht genau sagen. Viel zu tun in der Stadt.“
„In welcher Stadt bist du?“
„In Kiew. Wo denn sonst?“
„Wie in Kiew? Ich habe gedacht, du bist auf Gesch"aftsreise, verdammt noch mal!“
„Schatzi, denk bitte nicht so viel. So wird es f"ur alle einfacher.“
„Was?“ Komm sofort nach Hause! Ich muss mit dir reden!“
Biep… biep… biep…