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ЖАНРЫ

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‚Oh no! Thanks! Ich habe die Nase voll von Ihren anst"andigen Prostituierten! Sie ist schnurstracks nackt in mein Schlafzimmer gekommen! Gottesl"asterin!‘

‚Augenzeugen berichten, Sie w"aren gar nicht abgeneigt gewesen, diese Gottesl"asterin in Ihrem Schlafzimmer zu sehen, eher im Gegenteil… hm. Sie h"atten sie ja aus Ihrem Schlafzimmer werfen und sich bei Hochw"urden "uber das verirrte Schaf beschweren k"onnen. Der h"atte sie ordentlich verpr"ugelt.‘

‚Solche Sch"afchen wirft man nicht aus dem Schlafzimmer!‘, l"achelt S"ulze "uber das ganze Gesicht voll k"unstlicher Z"ahne, als in seinem Ged"achtnis jene verh"angnisvolle Nacht aufscheint, die seine einzige angenehme Erinnerung an diese Reise auf der Suche nach reiner Liebe darstellt.

‚Da Sie selbst zugeben, dass Sie der Unzucht und der Untreue schuldig sind, k"onnen Sie keinerlei Anspr"uche gegen"uber unserer Agentur erheben. Ausserdem wurden alle diese Punkte vertraglich vereinbart und von Ihnen pers"onlich unterzeichnet. Nicht wahr?‘

‚Ich weiss nicht mehr, was da stand. Sobald ich in den USA lande, zeige ich Ihre Dokumente meinem Rechtsanwalt!‘

‚Gut, Mister Cloud. Ich w"unsche ihnen einen angenehmen Flug.

‘Auf Wiederh"oren.‘“

„Ihr seid wirklich unglaublich!“, schrie Natalja. „Es war echt super! Als ob ich mit dir einen Krimi geschaut h"atte! Einfach toll!“

„Und das war nur einer von mehreren F"allen. Die Auff"uhrungen sind immer unterschiedlich, werden f"ur jedes einzelne Opfer extra entwickelt. Wir untersuchen Gewohnheiten, Horoskop, Hobbys und Charakter im Laufe seines Briefwechsels mit der Braut.“

„Du bist eine wahre Psychologin, verdammt! Bravo!“

„Danke.“ Stella l"achelte nett. Aufmerksam betrachtete sie die ideale Kandidatin f"ur ihren n"achsten genialen Plan, die ihr gerade gegen"ubersass.

Stella war eine gute Menschenkennerin, deswegen weihte sie Natalja in ihre hinterh"altigen Spiele ein. Es fehlte ihr eine kluge professionelle Nutte an ihrer Seite. Lange hatte sie eine berechnende Nymphomanin gesucht, denn diese sind sehr selten anzutreffen. M"adchen, die der Prostitution nachgehen, zeichen sich oft nicht durch Intelligenz aus. Mit einer wie Natalja dagegen liess sich jede Sache flott und raffiniert deichseln. F"ur den vollen Erfolg fehlte Stella die erforderliche Hemmungslosigkeit in Beziehungen mit M"annern. Im Unterschied zu Natalja hatte sie keine Aff"aren. Vielleicht wollte sie tief im Innersten welche haben, aber die M"anner reagierten anders auf sie. Sie verwickelten Stella in l"angere Liebesbeziehungen, die zur Familiengr"undung f"uhren sollten. Stella brauchte genau diese Art von Partnerin, keine ordin"are Strassenschlampe. Sie erkannte in Natalja sofort jene Z"uge, die M"anner anlockten, und die sie selbst nicht hatte.

Stella war von der Krim zum Studium nach Kiew gekommen, genau wie Natalja. Zuerst wohnte sie in einem Studentenwohnheim, sp"ater zog sie zusammen mit ihrer Freundin aus dem Kinderheim Olja in eine Mietwohnung. Gemeinsam betrieben sie dubiose Gesch"afte.

In Stellas Umgebung waren immer viele Jungen, aber die betrachteten sie eher als Kumpel oder Kameraden. Sie war eine freche G"ore. Die Jungen hatten Respekt vor ihr und h"orten auf ihre Meinung wie auf eine F"uhrungsperson. Sie hielt Wort wie ein Junge und folgte harten, gerechten Lebensgrunds"atzen, sowohl in der Freundschaft als auch in der Liebe. Deshalb konnte sie nicht viele ihrer eigenen Schranken "ubertreten, die das Leben und erst recht das "Uberleben eigentlich nur komplizierter machten.

Natalja zum Beispiel war sich sicher, dass jeder Mann auf dem Weg durch das Bett zu kriegen ist. Stella dagegen benutzte andere Tricks, um hochwertige M"anner in die Finger zu bekommen. Sie dr"uckte sich klar und redegewandt aus, schaute den M"annern direkt in die Augen, sagte in einfachen, gut verst"andlichen S"atzen, was sie brauchte und wie sie sich ihr Ideal vorstellte.

Die M"anner verfingen sich leicht in ihrem Netz, wie unter Hypnose. Sie sahen in ihr eine Seelenverwandte, die unkompliziert und ungezwungen war. Sie erf"ullten alle ihre W"unsche, trugen sie auf H"anden. Dieses M"adchen besass eine unglaubliche Macht "uber M"anner. Viele von ihnen litten nach der Trennung mit ihr so schwer, dass sie jahrelang keinen Ersatz finden konnten.

Bald wurde aus Freundschaft und gemeinsamem Gesch"aft ein Duell zweier heimt"uckischer Pers"onlichkeiten. Natalja beneidete Stella darum, dass die M"anner sie fast wie eine K"onigin behandelten. Sie dagegen wollten alle gleich flachlegen. Von Eifersucht und Neid erf"ullt, versuchte sie, alle M"anner in Stellas Umfeld durchzuficken, als ob sie der Freundin ihre "Uberlegenheit beweisen wollte. Stella "argerte sich nat"urlich, zeigte es aber nicht, sondern blieb kalt und beobachtete schweigend die Geschehnisse. „Ein Mann, der den Reizen dieser Schnalle nicht standhalten kann, ist bestimmt nicht mein Mann“, redete sich Stella ein. Ihre Lebenseinstellung war idealistisch und ihr Mann sollte treu und w"urdig sein. Wenn nicht, wollte sie lieber alleine bleiben. Besser allein, als mit dem n"achsten Besten zusammen sein. Es w"are unertr"aglich, jeden Augenblick nur den einen Gedanken im Kopf zu haben: „Hat mein lieber Ehemann vielleicht irgendwo unterwegs eine sexgierige Nymphomanin getroffen, die mein Familienidyll zur H"olle machen wird? Einen Ehebruch k"onnte ich einfach nicht verzeihen, niemandem, niemals. Aber meinen Mann beschatten will ich auch nicht. Das ist sch"abig, das machen nur Feiglinge.“

Nat"urlich verbarg Stella, dass Nataljas Verhalten sie kr"ankte, und "ausserte keine Anspr"uche an Natalja. Sie wusste, dass diese nur darauf wartete, dass sie aufgab, w"utend wurde und ihr alles ins Gesicht sagte. Stella wollte Natalja blamieren. Daf"ur war sie bereit, alles zu tun, sogar zuzugeben, dass sie einem Vergleich mit Freundin nicht standhalten w"urde. Sie war der Meinung, dass nur ein starker Mensch seine Schw"ache zugeben kann.

Einmal versuchte sie, Kleider mit gr"osserem Ausschnitt zu tragen, obwohl sie sich darin unwohl f"uhlte. Doch ihr Charakter setzte sich durch. Stella wurde schnell wieder sie selbst. Sie lernte, diese f"ur sie so beleidigende Situation auszunutzen. Sie brachte jeden Typen, der mit ihr ausgehen wollte, zu Natalja.

Sie tat so, als ob sie bei einer Freundin kurz vorbeischauen m"usste, um etwas zu holen. Sie h"atte am Tag zuvor ihre Sachen dort liegen lassen. Sie hatte es satt, von Menschen entt"auscht zu werden und darunter leiden zu m"ussen. Stella entschloss sich, die M"anner gleich sozusagen auf Zuverl"assigkeit zu pr"ufen, bevor eine Bindung mit ihnen entstand, und brachte sie direkt zu Nata. Kaum jemand konnte ihr widerstehen, deshalb fing Stella an, Leute auszusuchen, die sie f"ur sich und ihr Gesch"aft gebrauchen k"onnte. Zum Beispiel den Besitzer eines Autohauses, der sie um ein Date bat. Schnell fand er sich in den Armen der Verf"uhrerin, oder besser gesagt, im Maul des Hais. Dieser Einsatz half Stella aber sehr beim Autokauf. Danach f"uhlten sich die M"anner schuldig ihr gegen"uber und halfen ihr danach bei allem. Stella mit ihrem analytischen Verstand war damit zufrieden, und manchmal machte es ihr sogar Spass. Natalja dagegen war "uberrascht, dass ihre Freundin so viele gutaussehende Verehrer hatte, die ausserdem aus guten und wohlhabenden Familien stammten. Als ein weiterer s"usser Junge mit Stella vor ihrer T"ur stand, l"achelte sie "uber das ganze Gesicht und bat die beiden auf ein Glas Sekt herein. Etwas sp"ater fand Stella einen Grund, f"ur eine Weile fortzugehen, und liess den Jungen allein mit ihrer geilen Freundin. Je l"anger diese Weile dauerte, desto besser. Jedes Mal gab es eine "Uberraschung f"ur sie. Ein Typ zum Beispiel lag splitternackt auf Natalja, den Pimmel an Ort und Stelle, als Stella zur"uckkam. Danach besass er noch die Frechheit, Stella nachzurennen und sie um Verzeihung zu bitten. Dabei rechtfertigte er sich damit, dass er es mit dem Alkohol "ubertrieben habe. Es war f"ur Stella wie f"ur jede andere Frau sehr unangenehm und kr"ankend, aber auf diese Weise konnte sie Zeit sparen und die Idioten gleich aussieben.

F"ur all diese Leiden wurde sie durch einen interessanten Fall entsch"adigt. Stella lernte einen jungen Mann namens Sergej kennen. Sie mochte ihn so gern, dass sie sich nicht dazu durchringen konnte, ihn zu Natalja, dem ausgekochten Luder, zum Testen zu bringen.

Bald sch"opfte Natalja Verdacht, dass Stella jemanden hatte. Sie "ubersch"uttete die Freundin mit Fragen:

„Stella! Du verh"altst dich irgendwie merkw"urdig! Da stimmt doch etwas nicht!“

„Wie kommst du denn darauf? Ich habe einfach gesch"aftlich viel zu tun.“

„Ja, ja! Alte M"archentante!“

„Was willst du denn? Langweilst du dich oder was?“

„Oh nein! Mit einer Freundin wie dir langweile ich mich doch nie!“

„Dann ist doch alles bestens.“

Eines sch"onen Morgens brauchte Natalja dringend den B"uroschl"ussel.

Sie rief Stella an und diese nannte im Halbschlaf die Adresse, wo sie gerade war.

„Was ist das denn f"ur eine Adresse?“

„Von Sergej.“

„Aha! Jetzt hab ich dich! Ich wusste doch, dass du mir etwas verbirgst!“

Das Treffen mit der Freundin verhiess f"ur Stella nichts Gutes. Natalja st"urmte wie eine Furie in das Haus und betrachtete den Burschen wie ein St"uck frisches Fleisch. Stella wollte ihn unwillk"urlich sch"utzend an ihren Busen dr"ucken. Sergej begr"usste den Gast und bot eine Tasse Kaffee an. Ohne den Blick von ihm zu wenden, leerte Natalja auf einen Zug eine Tasse Espresso, nahm die Schl"ussel und fuhr wieder weg. Stella wurde schwer ums Herz. Der letzte Rest ihrer Seelenruhe verliess sie, als sie sich vorstellte, wie die beiden zusammen im Bett lagen und einander liebkosten.

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